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Dienstag, 19. Oktober 2021

Presseinformation - Bauarbeiten für Natur- und Klimaschutz: Am Jafelbach rollen wieder die Bagger

Foto Meike Müller
 

Foto: Teilflächen des Jafel- und Kucksmoores wurden bereits wiedervernässt – in den kommenden Wochen setzen die Naturschützer diese Maßnahmen im Einzugsgebiet des Jafelbachs fort (Bild: Meike Müller).

Klimaschutz durch Moorentwicklung // EU-Projekt „Optimierung des Wasserhaushalts in ausgewählten Mooren der Südheide“ wird fortgesetzt // Einschränkungen im Bereich Kucksmoorweg und Breite Förths

Braunschweig/Steinhorst. Es soll sich was anstauen im Naturschutzgebiet „Obere Lachte, Kainbach, Jafelbach“: Im Oktober beginnen der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) mit Unterstützung des Unterhaltungsverbands Obere Lachte und des Landkreises Gifhorn mit umfangreichen Erd- und Wasserbauarbeiten im Einzugsgebiet des Jafelbachs nahe Steinhorst. Das Ziel: Die stark entwässerten Moore der Region sollen wieder vernässt und somit auch der Gebietswasserhaushalt stabilisiert werden.

„Das Jafelmoor und das Kucksmoor liegen im Quellbereich der Jafel und ihrer Nebengewässer. Sie erfüllen hier - neben der wichtigen Funktion als CO2-Speicher - auch wichtige Regulierungsfunktionen für den Wasserhaushalt der umgebenden Landschaft“, erläutert Dr. Ines Bruchmann, die zuständige Projektleiterin der Betriebsstelle Süd des NLWKN, die Hintergründe. „Während der regenreichen Jahreszeiten können sich intakte Moore vollsaugen wie ein Schwamm. Auf diese Weise werden die Heidebäche auch bis weit in die trockene Jahreszeit hinein mit Wasser gespeist.“

 Weiter geht es im 2. Teil

Bauarbeiten für Natur- und Klimaschutz: Am Jafelbach rollen wieder die Bagger - 2. Teil

Foto Meike Müller
 

Foto: In solch feuchten Senken können sich Torfmoose ansiedeln – eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von Mooren (Bild: Meike Müller).

Presseinformation 2. Teil:

Christoph Rothfuchs, Förster für Waldökolgie der NLF, ergänzt: "Durch diverse Eingriffe des Menschen in den vergangenen 200 Jahren wurde der natürliche Wasserhaushalt des Gebiets dauerhaft gestört. Die Moore wurden entwässert und in ihrer Funktion als Wasser- und CO2-Speicher beeinträchtigt. Dies hat heute zur Folge, dass die Wassermengen in regenreichen Jahreszeiten nicht ausreichend zurückgehalten werden und damit die Heidebäche teilweise schon im Frühsommer vollständig trockenfallen. In Folge sind auf den einstmals nassen und offenen Niedermoorflächen artenarme Moorwälder aufgewachsen, die die Verdunstung des Wassers aus dem Moor noch verstärken.“ 

Das Vorhaben am Jafelbach ist Teil eines übergreifenden Moorentwicklungsprojekts des NLWKN, welches Synergien zwischen Natur- und Klimaschutz nutzt: In mehreren Schutzgebieten im Landkreis Gifhorn werden Moore wieder vernässt, damit sie ihre ökologischen Funktionen wieder erfüllen können: sowohl als CO2-Speicher als auch als wertvoller Lebensraum für seltene Arten. Gefördert wird das Projekt mit EU- und Landesmitteln des Niedersächsischen Umweltministeriums aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) nach der Richtlinie „Klimaschutz durch Moorentwicklung“. Im Zuge der Bauarbeiten zur Revitalisierung der Moore werden Entwässerungsgräben verfüllt und die Heidebäche wieder in ihre ursprünglichen Gerinne zurückverlegt. Zudem werden Fließbarrieren wie z.B. Dämme und Forstwege zurückgebaut bzw. ihre Barrierewirkung durch den Bau von Durchlässen oder Furten reduziert.

In der zweiten Oktoberwoche beginnen die Bauarbeiten mit dem Verschluss von Entwässerungsgräben in der Aue und am Oberlauf des Jafelbachs. Später erfolgen Arbeiten am Kucksmoorgraben. Voraussichtlich Ende November werden im Kucksmoorweg und der Breiten Förths hierbei neue Durchlässe eingebaut, weshalb diese Bereiche kurzfristig für die Öffentlichkeit gesperrt werden. Die Bauarbeiten sollen im Februar 2022 abgeschlossen sein. Für mögliche zeitlich begrenzte Beeinträchtigungen durch Baustellenverkehr im Bereich der Zufahrtswege bittet der NLWKN um Verständnis.

Niedersächsischer Landesbetrieb für

Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz 

7. Oktober 2021

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Das Rätsel um den Gedenkstein "Wilhelm Bartels" ist teilweise gelöst

Foto Georg Pagel
 

Das Rätsel um den im Jafel liegenden Gedenkstein ist gelöst.

Wer war Wilhelm Bartels?

Wenige Stunden nach dem Aufruf im Steinhorster Blog, meldeten sich einige Steinhorster Bürger, die Wilhelm Bartels selbst persönlich kannten.

Es meldete sich Eberhard Frischmuth, der eine Vermutung hatte und Achim Meyer bestätigte die Aussagen. Irmgard Reger und Norbert Baltuttis gingen bei Ihm zur Schule. Im Buch "Metzingen" von Adolf Meyer, steht einiges über Ihn geschrieben.

Wilhelm Bartels stammte aus Holthusen in Mecklenburg, wo er am 16. März 1907 geboren wurde. Durch seine Frau Erna, geb. Meinecke, die aus Scheuen stammt, kam er in die Lüneburger Heide und lernte die Landschaft kennen und lieben. Bartels war der letzte Lehrer der Metzinger Schule (aus der Schule wurde später die Gaststätte "Zur Linde"), ab  Ostern 1962 unterrichtete er an der Eldinger Mittelpunktschule bis 1970. Norbert Baltuttis erinnerte sich, das er aus wenigen Dingen zum Beispiel ein Radio gebaut hatte. Als Lehrer war er bei Eltern und Kindern sehr beliebt. Wegen seiner technischen Begabung wurde er im Zweiten Weltkrieg in der Raketenversuchsanstalt in Peenemünde beschäftigt, wo auch Wernher (kein Schreibfehler) von Braun an Raketen experemantierte. 

Neben seinem Dienst, als Lehrer, widmete er sich seinen technischen und naturwissenschaftlichen Neigungen und beobachtete die Natur, besonders das Vogelleben. Von 1964 bis 1976 war er Naturschutzbeauftragter des LK Celle. Bei der Schaffung des "Naturpark Südheide" war er beratend tätig. Nebenbei war er Jäger, aber vom Schlage Heger und Pfleger. Er gründete den Gemischten Chor Metzingen und leitete ihn bis 1969.Am 18. Oktober 1978 starb W. Bartels.

Quelle: "Metzingen" von Adolf Meyer ab Seite 425

Wilhelm Bartels war sehr viel in der Gegend um Steinhorst (Jafel,Jafelbach,Lachte und Im Peckhop) unterwegs. Wer den Gedenkstein dort aufgestellt hat, bleibt weiterhin ein Geheimnis.