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Mittwoch, 30. September 2020

Sonderausstellung - Gasthof Heine 1770-2020 "Die Schenke an der Furt" ab 2. Oktober

Liebe Gäste, liebe Schulmuseumsfreundinnen und -freunde, ab Freitag, dem 2.10.2020, ist unsere neue Sonderausstellung zu sehen. Eine Eröffnung gibt es wegen Corona leider diesmal nicht. "Die Schenke an der Furt: Gasthof Heine 1770-2020" erinnert an eine in diesem Sommer abgerissene Steinhorster Gaststätte.

Fotografien von Leerstand und Abriss bieten beeindruckende, teils überraschende und faszinierende Perspektiven auf das Ende eines einst sozial bedeutenden „Lost Place“ im Herzen des Dorfes. Daneben sind aus dem Schutt geborgene, kleine Objekte zu sehen. Diese unscheinbaren Spuren von Leben am Ort werfen Schlaglichter auf Aspekte des Alltags – und wecken sicher auch Erinnerungen. Und schließlich wird auch die gut 250 jährige Geschichte des "Gasthofs Heine" und seiner direkten Vorgänger beleuchtet...

Im Moment öffnen wir: Freitag und Samstag 12-16h, Sonntag und Feiertags 11-17h. Für Gruppen sind andere Zeiten gern möglich. Im Museum gelten die Vorschriften der Landesregierung und es muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Bitte informiert Euch vor Eurem Besuch auf www.museen-gifhorn.de oder, zu den Öffnungszeiten, telefonisch über 05148.4015 zu eventuell notwendigen Änderungen der genannten Zeiten.

Wir freuen uns auf Euch! Das Schulmuseums-Team

 


Mittwoch, 2. September 2020

Einige Fotos von der Großbaustelle

 

Fotos Hans-Hartmuth Müller

Aus den "Steinhorster Pyramiden" wurde einige Tage später das 
Siebengebirge von Steinhorst.

 



 


Montag, 31. August 2020

"Steinhorster Pyramiden" vom ehemaligen Gasthof Heine

 

Bei der Ausgrabung auf dem ehemaligen Gelände des Gasthof Heine,

ist man nicht auf  alte Pyramiden gestoßen, wie man denken mag.

Es sind  die "Steinhorster Pyramiden" die Friedhelm Strohbecke

fotografiert und auch so getauft hat. 




 

Donnerstag, 6. August 2020

Sensation nach Auswertung der Hölzer bei der Ausgrabung

Foto Hans-Hartmuth Müller

Eine Sensation ist die Auswertung
bei der Ausgrabung am ehemaligen Gasthof Heine.

Dr. Ingo Eichfeld, von der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn,
  gab am Mittwoch bekannt:
 
 Die Dendrodaten aus Berlin sind da. 
Die Hölzer für den Lohkasten wurden um
  
1170 
 
geschlagen.
 
Ausführlicher Bericht unter:
 
 
- - - - - -
 
 Bisher galt das Jahr 1244 als ältestes nachweisliche
Jahrzahl zum Bestehen von Steinhorst.
1244 wurde Steinhorst das erstemal in
den Archiven erwähnt.
Vermutlich wurde Steinhorst im 9./10. Jahrhundert
erbaut und die St. Georgskirche um 1235.

- - - - -

Die Ausgrabungen werden an anderer Stelle
auf dem Grundstück, nach Absprache mit
 der Abrißfirma,  weitergehen.




Mittwoch, 5. August 2020

Mitteralterliche Gerberei auf dem ehemaligen Gelände des Gasthof Heine entdeckt 2. Teil

Foto: Hans-Hartmuth Müller
2. Teil
Mittelalterliche Gerberei in Steinhorst entdeckt:
Archäologischer Befund stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert!

Je nachdem, von welchem Tier die Haut stammte, dauerte die Gerbung bis zu 1,5 Jahre. In jedem Fall waren zur Durchführung der Lohgerberei große Wassermengen notwendig, da das Wasser zusammen mit der Lohe immer wieder ersetzt werden musste. Entsprechende Einrichtungen lagen daher wie in Steinhorst stets in Gewässernähe. Da die Häute einen mehrstufigen Gerbprozess durchlaufen mussten, rechnen die Archäologen mit dem Vorhandensein weiterer Befunde. „Verdächtig ist, dass wir in dem Lohkasten und in anderen Befunden immer wieder Schmiedeschlacken gefunden haben. Offenbar wurde hier also auch geschmiedet, so dass an dieser Stelle ein Handwerkerareal gelegen haben könnte“, vermutet Eichfeld. 
Lederreste - Foto: Kreis- und Stadtarchäologie GF
 
Wie alt ist die Gerberwerkstatt nun genau? Aufgrund der geborgenen Keramik datieren die Archäologen den Befund in das 12. oder 13. Jahrhundert. Für eine genauere zeitliche Einordnung wurden Holzproben zur Dendrodatierung an das Deutsche Archäologische Institut nach Berlin übersandt.

Der „Lederer“ aus dem Ständebuch des Jost Amman von 1568. Bevor die Häute in die Gerberlohe gelegt wurden, mussten Fleisch- und Fettreste sowie Haare abgeschabt werden. Im Hintergrund steht ein Gehilfe in einem Lohkasten (Deutsche Fotothek).

 „Wenn genügend Jahrringe vorhanden sind, haben wir bald eine jahrgenaue Datierung,“ berichtet Eichfeld. „Die Chancen stehen gut, dass wir damit vor der urkundlichen Ersterwähnung von Steinhorst für das Jahr 1244 landen.“ Doch ob vor oder nach 1244: Im Zuge der Bauarbeiten für den Supermarkt in Steinhorst sind noch weitere archäologische Überraschungen zu erwarten.
Archäologen bei der Arbeit - Foto: Kreis- und Stadtarchäologie

 Bericht - Kreis- und Stadtarchäologie GF


Dienstag, 4. August 2020

Am ehemaligen Gasthof Heine: Mittelalterliche Gerberei in Steinhorst entdeckt

Foto Anton Kusmin
Mittelalterliche Gerberei in Steinhorst entdeckt:
Archäologischer Befund stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert!

Bei den Untersuchungen auf dem Areal des zukünftigen EDEKA-Marktes in Steinhorst machten die Mitglieder der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Gifhorn eine bemerkenswerte Entdeckung: Kurz vor dem vorläufigen Abschluss der Grabungen kamen die Überreste einer mittelalterlichen Gerberei zum Vorschein. Die Archäologen haben einen rund 1,30 x 1,0 m großen Holzkasten gefunden, dessen Hölzer aufgrund feuchter Bedingungen weitgehend erhalten geblieben sind.
Foto Hans-Hartmuth Müller
Foto: Kreis- und Stadtarchäologie - Der Lohkasten
In der Verfüllung lagen neben Keramikscherben, Holzstückchen und Eicheln auch Lederreste und Tierknochen. „Bei der Holzkonstruktion handelt es sich wahrscheinlich um einen Lohkasten“, verrät Kreis- und Stadtarchäologe Dr. Ingo Eichfeld. „Solche Kästen wurden benötigt, um die rohen Tierhäute in haltbares Leder umzuwandeln.“ Bei der im Mittelalter üblichen Loh- oder Rotgerberei wurden die Häute mit der sogenannten Gerberlohe in Wasser eingelegt. Als Gerbmittel verwendete man gemahlene Eichenrinden oder Eicheln. Im Lohkasten lag auch ein aus Wurzelholz gefertigter Schlägel, in dessen Durchbohrung noch der Rest eines abgebrochenen Griffs steckt. Eichfeld zufolge dürfte das Werkzeug zum Glätten des Leders genutzt worden sein.
 
Foto: Kreis- und Stadtarchäologie


 
Eine von zahlreichen Keramikscherben
aus der Verfüllung.







Die Loh- oder Rotgerberei war ein Handwerkszweig, der in der Regel von Spezialisten ausgeübt wurde. „Die Gerberei war allerdings kein besonders angesehenes Gewerbe, da es erhebliche Geruchsbelästigungen mit sich brachte und zu einer extremen Gewässerverschmutzung führte.
Außerdem konnte man sich schnell mit gefährlichen Krankheiten infizieren, zum Beispiel mit Milzbrand“, erklärt Heinz Gabriel, der ehrenamtliche Archäologe des Landkreises. Tatsächlich verströmen die geborgenen Funde auch heute noch einen unangenehmen Geruch. Nach mehreren Jahrhunderten im Boden sind die Krankheitserreger aber nicht mehr vorhanden.

Foto: Hans-Hartmuth Müller

Bericht: Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn

Den 2. Teil gibt es am Mittwoch

Dienstag, 30. Juni 2020

Der Abriß vom Gasthof Heine ist abgeschlossen

Fotos Hans-Hartmuth Müller
Am 20. Mai gegann die Abrißfirma mit dem Abriß
 vom ehemaligen Gasthof Heine, seit Montag dem
29. Juni 2020 ist vom Gasthof nichts mehr zu sehen. 

 
  Die Archäologen aus Wolfenbüttel
sind in den nächsten Tagen wieder vor Ort um nach
weiteren Funden zu suchen. 
 
 
 


Der Abriß vom Gasthof Heine in der letzten Woche

Fotos Hans-Hartmuth Müller
Der Abriß vom ehemaligen Gasthof Heine ging
letzten Mittwoch weiter. Es wurde damit angefangen
den sogenannten Anbau abzureißen. Die
Marktstraße ist dazu kurz abgesperrt worden.

 
 
 Das untere Foto ist vom Freitag, den 26. Juni!
 
 
 

Donnerstag, 25. Juni 2020

Archäologen auf der Suche nach Schätzen

Fotos Hans-Hartmuth Müller
Auf dem ehemaligen Grundstück vom Gasthof Heine
waren am Mittwoch wieder Archäologen aus 
Wolfenbüttel, vor Ort um nach alten Schätzen zu suchen.
Auftraggeber ist Dr. Ingo Eichfeld von der
 Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn.

Eine kurze Zusammenfassung von Dr. Eichfeld:

Bislang wurden einige Erdbefunde mit mittelalterlichen
 Scherben freigelegt. Nach einem ersten Vergleich mit Material 
aus Wittingen und Alt Isenhagen sind die Scherben am 
ehesten ins 13. bis 15 Jh. zu datieren. Die Ausgrabungen werden
 fortgesetzt, so dass mit dem Auftreten weiterer
 Funde zu rechnen ist.



Foto Dr. Eichfeld
 

Montag, 22. Juni 2020

Der Abriß vom ehemaligen Gasthof Heine ist auf der Zielgeraden

Fotos Hans-Hartmuth Müller
Es ist nicht mehr viel übrig vom Gasthof Heine.
 
Die letzte Wand von der
Scheune , wurde schon
am Donnerstag abgerissen.
Foto links. 
 
 
 
Am Freitag wurde angefangen den sogenannten Bierkeller
abzureißen. Nur noch ein kleines Stück wird
in der nächsten Woche entfernt werden müssen.