| Foto Hans-Hartmuth Müller |
Am Montag, den 19. März findet im Erich Weniger Haus
der politische Dämmerschoppen statt.
Thema:
Geschichte des Klimawandels
Beginn: 19.30 Uhr
Gebühr: 5 €
Dozent: Michael Sassenhagen / Steinhorst
| Fotos Hans-Hartmuth Müller |
Bei den Millionen Begegnungen zwischen Wolf und Mensch auf der ganzen Erde ist nur ein einziger Fall einer von Wölfen getöteten Joggerin in Kanada bekannt. Am ehesten könnte von Wölfen ebenso wie von Füchsen oder Wildschweinen, die verletzt oder krank sind eine Gefahr ausgehen.
Allerdings sind Hunde, die sich nicht ganz dicht bei Herrchen oder Frauchen aufhalten höchst gefährdet. Ausführlich kamen die Probleme von Weidetierhaltern zur Sprache, wobei auch die Fachleute keine Ideallösungen präsentieren konnten.
Michael Sassenhagen
So waren die drei Unterrichtsstunden im Rahmen der politischen Bildung der Kreisvolkshochschule schnell vergangen und die Anwesenden konnten auf einen lebhaften, spannenden und lehrreichen Abend zurückblicken. Aus der Sicht von Dozent Michael Sassenhagen hatte er wieder gezeigt, dass auch richtig kontroverse Themen gewinnbringend diskutiert werden können.
Text Michael Sassenhagen
| Fotos Hans-Hartmuth Müller |
Können Menschen mit fundamental gegensätzlichen Positionen sinnvoll miteinander reden? Beim Politischen Dämmerschoppen im Erich-Weniger-Haus ist das am letzten Donnerstagabend zum Thema Naturschutz ein weiteres Mal gelungen. Gegner und Befürworter der Wiederansiedlung von Wölfen in Niedersachsen haben kein Blatt vor den Mund genommen und sowohl Sachargumente als auch Gefühle deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Positionen von Naturfreunden und -schützern waren ebenso vertreten, wie die von Jägern, Weidetierhaltern und Spaziergängern.
| Carlo Laser |
| Dr. Britta Habbe |
Mit dem Wolfsbeauftragten Carlo Laser aus Gifhorn und Dr. Britta Habbe vom Otterzentrum waren zwei erfahrene Fachleute mit dabei, die die teils ziemlich komplexe Sachlage gut darstellen konnten. Dass z.B. der strenge Schutz der Wölfe eine Regelung der Europäischen Union ist und das Land Niedersachsen nur einen bescheidenen Gestaltungsspielraum hat. Daher ist die Bestandsaufnahme und laufende Aktualisierung der Ansiedlung von Wolfsrudeln in Niedersachsen auch die unverzichtbare Grundlage der Meinungsbildung. Jede Wolfssichtung und erst Recht bedrohliche Situationen und Schadensfälle sollten den Wolfsberatern sofort gemeldet werden. Nur bei rechtzeitiger Dokumentation von ungewöhnlichem Verhalten von Wölfen können Maßnahmen ergriffen werden, die im Extremfall auch das Töten einzelner Wölfe beinhalten. Eine zweifellos beruhigende Botschaft war, dass Wölfe eigentlich nie Menschen angreifen.
Michael Sassenhagen
Teil 2 am Dienstag
| Foto Hans-Hartmuth Müller |
| Foto Hans-Hartmuth Müller |