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Montag, 5. Dezember 2016

Jürgen Padberg - Vortrag über die Schüler des Architekten Heinrich Tessenow

Fotos Hans-Hartmuth Müller
Am Mittwoch, den 30.11.2016, hielt der Vorsitzende der Heinrich Tessenow 
Gesellschaft, die ihren Sitz in Hamburg hat, im Schulmuseum Steinhorst 
einen sehr informativen Vortrag über die Schüler des 
Reformarchitekten Heinrich Tessenow. 

 Jürgen Padberg, der selbst auch Architekt ist, schilderte anschaulich 
die pädagogischen Qualitäten Heinrich Tessenows, der sich stets 
als „Baumeister“ und nicht als Architekt bezeichnete.


 Tessenow legte bei seinen Schülern großen Wert auf die 

praktischen Fähigkeiten. Um in seine Architekturklasse
 aufgenommen zu werden, mussten die Bewerber 
zunächst einen Stuhl bauen,
 nach bestandener Prüfung erhielten sie die Aufgabe,
 ein Einfamilienhaus zu entwerfen. 


In der sorgfältigen, liebenswürdigen, aber stets sehr präzisen und 
ausführlichen Kritik der Entwürfe lag die Stärke des Lehrers, der großen
 Einfluss auf die Werke seiner Schüler ausübte. Zu den 
berühmtesten Schülern Heinrich Tessenows gehörten
 Margarete Schütte-Lihotzky, Konrad Wachsmann und Albert Speer.


 Text: Karin von Welck



Montag, 28. November 2016

Rahmenprogramm zur Sonderausstellung - Jürgen Padberg am 30. November 2016

Bild von ca. 1928

Vor dem Vortrag besteht die Möglichkeit,
die Ausstellung zu besichtigen.

Im Schulmuseum Steinhorst:


Mittwoch, 30. November 2016,  19 Uhr

Jürgen Padberg, Architekt und Dombaumeister,
Vorsitzender der Tessenow-Gesellschaft, Hamburg:

Albert Speer, Margarete Schütte-Lihotzky 
und andere -
Die Schüler Heinrich Tessenow

Heinrich Tessenow war ohne Frage ein begnadeter 
Hochschullehrer, der mit seinen Schülern Zeit
seines Lebens einen engen Kontakt pflegte.
Unter den Schülern befanden sich höchst unterschiedliche
Persönlichkeiten, oft getrennt durch völlig
verschiedene Weltansichten, aber vereint
in ihrer Verehrung für den Lehrer
Heinrich Tessenow.

 

Mittwoch, 16. November 2016

Hermann Wiedenroth im Schulmuseum - Ein jüdischer Lebensweg im 19. Jahrhundert

Fotos Hans-Hartmuth Müller
Im Rahmen der Tessenow-Ausstellung im Schulmuseum
 in Steinhorst fand am
 Mittwoch, den 9. November 2017 eine weitere 
Veranstaltung statt.


Herr Dr. Schmidt und Frau von Welck bei 
der Begrüßung. 

Diesmal ging es um eine Lesung von originalen Zeitungsberichten aus den Jahren 1845-48, die auf eindrucksvolle Weise das erschütternde Schicksal eines heimatlosen jüdischen Hausierers und seiner Familie deutlich machte. Hermann Wiedenroth aus Bargfeld, der den Besuchern des Steinhorster Lesesommers bestens bekannt ist und hochgeschätzt wird, gestaltete die Lesung in gewohnt souveräner Art. Der heimatlose Schulm Moses hatte keinen gültigen Pass und überhaupt keine Chance, für sich und seine kleine Familie diesen in Deutschland zu erhalten. 

Mittellos, ständig bedroht von Prügelstrafen, wurde er von „der Obrigkeit“ hin und her über die Grenzen gezwungen. Wenn sich nicht der Rechtsanwalt Heinrich Albert Oppermann seines Schicksals angenommen hätte und es fertig gebracht hätte Geld für eine Auswanderung nach Amerika für Schulm Moses zusammen zu sammeln, wäre der Hausierer wohl zu Grunde gegangen.



Die Alexander und Fanny Simonsche Stiftung, die 1910 den Architekten Heinrich Tessenow beauftragte, in Steinhorst ein Wohnheim für jüdische Landwirtschaftslehrlinge zu bauen (das heutige „Haus der Gemeinde“) hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Juden eine gute Ausbildung zu vermitteln, damit ihnen ein Schicksal wie das von Schulm Moses erspart blieb.
 


Der nächste Vortrag im Rahmenprogramm der Tessenow-Ausstellung findet am Mittwoch, den 30. 11. 2016 um 19 Uhr statt. Jürgen Padberg wird über die Schüler des Architekten Heinrich Tessenow berichten.  

Karin von Welck